Verstehst Du auch, was Du liest?

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Themenabende zu Schriftverständnis und -auslegung
 
„Sacra Scriptura sui ipsius interpres“, so galt es über Jahrhunderte seit der Reformation, „Die Heilige Schrift ist ihr eigener Ausleger“. Sie selbst leite uns an, was sie zu sagen hat. – Aber ist dem so? Wie viel lesen wir eigentlich aus ihr heraus und wie viel in sie hinein? Wird sie damit nicht zum BBB, zum Bibel-Bastel-Bogen? Oder bastelt vielleicht doch sogar jeder an seiner eigenen Fassung des „Wortes Gottes“? Gibt es wohl Aussagen, die zeitbedingt sind – oder gilt sie allumfänglich, von vorn bis hinten – da sie ewig und „von Gott eingegeben“ ist? Ist sie Menschenwort oder Gotteswort – oder beides zugleich?
 
Immer wieder stehen derartige Fragen hinter den Gesprächen und Diskussionen, die wir miteinander führen. Manchmal staunen wir, dass wir so unterschiedlich denken und glauben. Ein anderes Mal erschrecken wir. Es gibt anregende bis herausfordernde Gespräche, aber auch Haltungen, die uns ärgern – bis dahin, dass wir Positionen ablehnen und vehement bekämpfen. Was eint dann eigentlich noch?
 
An den beiden Themenabenden soll es um diese und weitere spannende bis brisante Fragen gehen. Neben einen Blick in die Geschichte der Auslegung der Schrift, soll immer wieder der Bogen gespannt werden zu unseren Fragen, Sichtweisen und Streitpunkten heute. – Die Abende bauen in gewisser Weise aufeinander auf. Aber man kann dennoch auch nur einen besuchen.

Ort: EmK Grünhain | Zeit: jeweils 19.00 – ca. 21.00 Uhr
1. Abend: 31. Jan. | 2. Abend: 28. Febr.